Montag, 15. April 2013

Tag 9. Sonntag. 7.4. Ein sonniger, windiger Tag mit interessanten Begegnungen in Nizza

Der Tag beginnt wunderbar an der Promenade von Nizza. Ich habe am Vorabend noch ganz in der Nähe ein Schwimmbad und einen Waschsalon entdeckt und so den Plan gefasst es den Franzosen gleich zu tun und erst mal an der Promenade zu joggen. Danach im Schwimmbad zu duschen und dann gleich im Waschsalon meine Klamotten zu waschen. Gesagt, getan. Cchon früh am Morgen jogge ich auf der Promenade von Nizza. Herrlich. Weniger herrlich war dann, dass das Schwimmbad wegen Veranstaltung geschlossen hatte. Schon wieder. Also keine Dusche. Meine verschwitzen Klamotten wollte ich aber wenigstens mitwaschen. Also umziehen im Waschsalon. Eine halbe Stunde stricken und schon ist die Wäsche fertig. Dann zum Auto Wäsche aufhängen. Und dann endlich eines dieser blauen Fahrräder geschnappt, die man überall für eine halbe Stunde kostenlos ausleihen kann. Vorausgesetzt man hat sich registriert. Und diesmal auf dem Fahrrad mache ich mich wieder auf die Suche nach einem offenen Schwimmbad. Ich habe schnell Glück. Und Mittags bin ich bereits gejoggt, geradelt, geschwommen und frisch geduscht. Entspannt mache ich mich auf den Weg zum Museum of Modern Art. Hier setzte ich mich in die Sonne und mache Brotzeit. Wie auch schon zuvor. Kaum sitze ich. Schon bekomme ich Gesellschaft. Diemal von einem freundlichen Malaysier, dessen Frau eine Konferenz für Psychologen besucht. Er schenkt mir sein noch gültiges Ticket für eine Stadtrundfahrt im Hop-On-Hop-Off-Bus. Er langweilt sich alleine während seine Frau die Konferenz besucht und ist sichtlich froh über meine Gesellschaft, so besuchen wir gemeinsam das Museum für Moderne Kunst und gehen dann in der Altstadt etwas essen. Wir verabreden uns vage für den nächsten Tag und ich verabschiede mich um noch einen der Hop-On-Hop-Off-Busse zu erwischen bevor es dunkel wird. Ich geniesse eine windige Stadtrundfahrt auf dem offenen Deck. Sehe Teile von Nizza, die ich zuvor noch nicht durchquert habe und höre vom italienischen und russischen Einfluss auf Nizza im Laufe der Zeit, der auch and en Gebäuden deutlich zu erkennen ist. Ich höre wie man über den Trend der parfümierten Handschuhe, die die Übertragung von Krankheiten reduzieren sollten als diese Mode ihr Ende fand zur Herstellung von Parfüm überging. Es beginnt wieder leicht zu regnen. So gehe ich in eine der engen Altstadtgassen und genehmige mir an einem kleinen Tisch mit Blick auf die Passanten ein Weissbier und blättere in meinem französisch Kauderwelsch. Eigentlich hatte ich versucht ein Russ zu bekommen. Aber statt Weissbier mit Zitronenlimande hab ich ein Weissbier mit Zitronenscheibe bekommen. Wieder sitze ich nicht lange. Schon habe ich Gesellschaft. Ein deutschsprechender Wahlnizzaner ausdem Elsass namens Ive gesellt sich zu mir. Musiker. Wir quatschen ein bisschen und er hat Freude daran mir ein paar Worte Französisch beizubringen. Er lädt mich ein mit ihm und seinem Freund „Schorsche“ in einem Restaurant in der Nähe Abendzuessen. Er war gerade auf dem Weg dort hin. Ich habe keinen Plan, also komme ich mit. Schon leicht beschwipst von diesem einen Weissbier. Das Essen ist lecker. Besonders gefällt mir, dass man in französischen Restaurants immer eine Flasche Leitungswasser bekommt. Weniger sagt mir die Angewohnheit ein ganzes Menü zu essen zu. Der Preis von 15 Euro für Vorspeise, Hauptgericht und Dessert ist zwar ok. Aber ich bin schon nach der Vorspeise satt. Also drinke ich zwei Liter Wasser, damit spült sich der Rest dann auch runter. Die zwei um die 50 jährigen Franzosen sind witzig, und unsere halb franzsisch halb deutsche Unterhaltung unterhaltsam. Ich lasse mich noch für ein weiteres Limo in einem Pub berreden und radl dann jegliche Begleitung ablehnend nachhause zu meinem Landy. Verabrede mich jedoch für den nächsten Tag zu Picknick mit einer Stunde Französisch. Als ich mein blaues Fahrrad dann wieder abgeben will, verstehe ich plötzlich wo der Haken dieser Fahrräder liegt. Untertags sind sie wunderbar. Aber Nachts wird es echt schwierig wieder einen Stellplatz zu finden, um es zurückzugeben, weil kaum Fahrräder genutzt werden und alles Plätze schon belegt sind. Also radl ich am Ende fast wieder zu meinem Ausgangspunkt zurück um das Rad einzuhängen und laufe zum Landy zurück.

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