Montag, 22. April 2013

Tag 11. Dienstag. 9.4. Verschlafen im Canyon do Verdon

Eigentlich wollte ich früh aufstehen und wandern gehen, aber irgendwie hab ich wohl am Vorabend zu lang Tagebuch geschrieben und habs verpennt. Auf jedenfall ist es schon fast Mittag als ich aufwache. Also laufe ich vom Auto los ein bisschen wandern. Für die Wanderung, die ich hätte machen wollen sind 7 Stunden angesetzt und dafür ist es zuspät zumal ich nicht mal am Ausgangspunkt bin. Der Weg den ich ausprobiere soll eine alte Römerstraße sein, und er gefällt mich nicht. Zuviel Straße, zu wenig Pfad. Aber mich zwingt ja nichts und niemand weiterzulaufen also gehe ich zurück zum Landy und fahre weiter. Langsam realisiere ich, dass ich Castellone am Beginn des Canyons liegt und so geniesse ich die amtenbraubende Fahrt durch den Canyon. Mache wie auch so manche Franzosen ein Picknick am Fluss. Die Fahrt durch den Canyon ist atemberaubend. Ich inspiziere einen der beiden Endpunkte der 7 Stunden Wanderung. Denke vielleicht kann ich ja zumindest eine Stunde gehen und dann drehe ich halt um. Aber gleich kurz nach der Beginn gehts in einen langen Tunnel. Im Tunnel steht Wasser und es ist stockdunkel. Fühle mich alleine nicht wohl und beschliesse, dass das so keinen Spass macht. Also fahre ich weiter und entscheide mich für eine wunderbar serpentinenreiche Straße mit gigantischen Aussichtspunkten. Über eben diese Straße gelangt man auch zum anderen Ausgangspunkt der 7 Stunden Wanderung. Hier stehen einige Autos und ich suche einen schönen Parkplatz für den Landy. Der Nachmittag geht dem Ende zu und es kommen einige Wanderer aus dem Canyon. Ich probiere den Weg von dieser Seite ein Stück in den Canyon hinunter. Sehe eine Gemse, aber der Lärm anderer Wanderer vertreibt sie. Ich lerne ein britsches Pärchen kennen, die auch am nächsten Tag die Wanderung machen wollen, und dann mit dem Mountainbike zurück fahren möchten und auch gerade die Strecke inspizieren. Ich bschliesse gleich hier zu nächtigen, mache mir ein Rührei und schlafe im Canyon. Als es dunkel wird, merke ich, dass ich das erste Mal abseits der Zivilisation schlafe. Hier ist es wirklich dunkel. Es gibt keine Straßenlaternen oder der Gleichen.

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